Für Israels Kriege stellt sich auch die Akademie in Dienst
In einem neuen Bericht, über den das nd schreibt, wird ausführlich dargelegt, wie weit der israelische Sicherheitsapparat mit dem Wissenschaftssystem verwoben ist. Ich finde, gerade in der aktuellen Situation ist dieser Befund besonders fatal: Während der Bericht eine Militarisierung der israelischen Forschungseinrichtungen beschreibt, erleben wir im Gaza-Streifen einen ‚Scholastizid‘ – die faktische Auslöschung der gesamten dortigen Bildungsinfrastruktur. Dass akademische Institutionen angesichts dieser Zerstörung weitgehend schweigen oder gar in die Logik des Konflikts eingebunden sind, steht im krassen Widerspruch zum humanistischen Auftrag der Wissenschaft. Bildung muss Brücken bauen, statt Mauern und Waffensysteme zu stützen. Die Förderung von Akteuren, die diese Zustände kritisch hinterfragen, bleibt für eine glaubwürdige Friedenspolitik unerlässlich.
Den ganzen Artikel gibt es hier.
