Sommerarbeitslosigkeit von Lehrkräften ist ein bildungspolitischer Skandal

Während die jüngsten Pisa-Ergebnisse einen historischen Tiefstand markieren und Schulen im ganzen Land händeringend nach Fachkräften suchen, offenbart die Antwort des Arbeitsministeriums auf meine Frage einen absurden Widerspruch: Allein im August 2026 wurden bundesweit 3.772 Lehrkräfte – davon 545 allein in Bayern – pünktlich zu den Sommerferien in die Arbeitslosigkeit abgeschoben. Das ist fast doppelt so viel wie im Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn summiert sich die Zahl der Zugänge in die Arbeitslosigkeit auf über 9.200 Lehrerinnen und Lehrer.

Diese systematische Praxis der Sommerarbeitslosigkeit ist zutiefst respektlos gegenüber den Beschäftigten und angesichts des dramatischen Lehrermangels völlig unverständlich. Wer Fachkräfte für unsere Schulen gewinnen will, darf sie nicht durch Befristungen, Dauerstress und schlechte Arbeitsbedingungen verheizen und vertreiben! Daueraufgaben erfordern endlich unbefristete Verträge, echte Verlässlichkeit und faire Bezahlung. Wir brauchen Bildung als dauerhafte Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz, damit Bund und Länder diese Misere gemeinsam und nachhaltig beenden.

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