Wohnkosten für Studierende steigen erneut
Die Wohnkosten für Studierende und Auszubildende in Deutschland steigen weiter an. Aktuell müssen sie im Durchschnitt mit 512 € pro Monat für ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft rechnen. Das entspricht einer Steigerung von 3,9 % gegenüber dem Vorjahr und liegt damit weiterhin oberhalb der allgemeinen Teuerungsrate. 83,4 % der Studierenden sind in Städten eingeschrieben, in denen der Durchschnitt über der BAföG-Wohnkostenpauschale liegt.
Für mich ist das nochmal ein klarer Beleg, weshalb auch die im Koalitionsvertrag versprochene BAföG-Reform, welche die Wohnkostenpauschale auf 440€ anheben soll, völlig ungenügend sein wird. Wer keine wohlhabenden Eltern hat, wird aus den attraktiven Hochschulstandorten verdrängt oder muss sich in prekäre Arbeitsverhältnisse flüchten, die den Studienerfolg gefährden. Das BAföG braucht aus meiner Sicht dringend einen regional gestaffelten Mietkostenzuschuss, der die tatsächlichen Verhältnisse vor Ort abbildet.
Unterschiedliche Meiden berichteten – etwa hier, hier und hier.
